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Donnerstag, 26. März 2015

Twitter, der IS und dessen Smartphonegewohnheiten

Der ISIS, oder der IS, wie man auch immer diese menschenverachtenden Terroristen nennen will, die im Namen von Allah die Menschen in die Steinzeit zurückversetzen wollen, ist ja nicht nur im Nahen Osten und im Kampf erfolgreich (mehr oder weniger), viel mehr noch lebt er von Propaganda, vorallem übers Internet, und das teilweise leider auch sehr erfolgreich. Es ist auf eine traurige Art Ironisch, dass gerade diejenigen, die das moderne System so verachten, sehr genau wissen, wie sie mit den Medien dieses Systems umzugehen haben, was wohl auch daran liegt, dass sich der IS ja zu einem grossen Teil aus jungen Menschen am Ende der Teenagerzeit besteht, die mit diesen Medien aufgewachsen sind.

Vorallem ist der IS auf Twitter speziallisert und lanciert mit Bot uns an die 46000 aktiven Accounts an die 1000 Tweets pro Minute, was über eine Million Tweets im Tag macht, bei ungefähr 90000 Followern. Dies haben J.M Berger und Jonathon Morgan in Ihrer Studie "The ISIS Twitter Census" dargelegt.

In dieser Studie ist auch aufgeführt, dass die Propagandatweets der IS hauptsächlich von Mobilen Geräten stammen. Sie haben ausserdem ermittelt, von wo die Twitterapps heruntergeladen wurden. 69% der Twitterapps, die der IS verwendet wurden vom Google Play Store heruntergeladen, laufen also auf Android Smartphones, 30% stammen aus dem App Store von Apple, jedoch nur 1% aus der Blackberry World.

Im Grunde genommen sagt das nur aus, dass die menschenverachtenden IS Mörder dieselben Interessen und Marktausrichtung haben, wie der Rest der Menschheit, da sich ja deren Betriebsystemverteilung mit dem der Rest der Weltbevölkerung ziemlich deckt.

Weiter stellt es, gerade in Bezug auf Twitter eine sehr unangenehme Frage: Twitter ist bekannt (und berüchtigt) für sein sehr grosses Mass an Meinungsfreiheit, was immer auch wieder zu negativen Erscheinungen führt, wie z.b. Shittstorms oder eben den Missbrauch von Twitter als Propagandaplattform für den Terrorismus. Die Frage ist, wie weit Twitter diese Kultur der Meinungsfreiheit einschränken muss, damit solchen Auswüchsen keine Plattform mehr gegeben wird, ohne die Twittereigene Kultur der Offenheit einzuschränken.