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Freitag, 27. März 2015

Tablets: vom Hype zum Ramsch

Ich hab schon immer gesagt, dass sich Tablets nicht durchsetzen werden, da sie eine recht unnötige Gerätekategorie sind. Die letzten Jahre scheinen mit die Verkaufszahlen unrecht zu geben, und ebenso der Hype mit dem Tablets promotet wurden und jeder, wirklich jeder sein eigenes Tablet auf dem Markt geworfen hat.
Natürlich kam zuerst Apple, bzw war es Apple die behauptet haben, das Tablets für den Consumermarkt ein Must have sind - ungedachtet davon das Microsoft und diverse Hardwarehersteller schon längst Tabletcomputer für den professionellen Markt produzierten, wenn auch eher schlecht als recht - zu Microsoft dann später nocht mehr.

Und dann ging der Run los, selbst marktferne Unternehmen glaubten im Tabletmarkt, verbunden mit darauf installierten Schops für ihre Produkte den Markt gefunden zu haben, den Gordischen Knoten um Geld zu verdienen: Vorallem grosse Verlagshäuser sprangen auf den Zug auf, aber es gab auch so kuriosa wie das Gigaset Tablet.
Und zuerst fanden dass die Kunden ja scheinbar auch ganz toll, so sprechen zumindest die Verkaufszahlen der letzen Jahre, bald hatte fast jeder so ein grosses Smartphone ohne Telefonfunktion.
Aber mit der Zeit stellte sich Ernüchterung ein, man kann ja mit den Tablets sowieso nicht soviel, bequem auf dem Sofa lesen? da greift man doch lieber zum Ebookreader, der hat ein angenehmeres Lesebild, ist leichter und muss auch nicht schon nach ein paar Stunden wieder aufgeladen werden. Games? dazu sind die Tablet zu unhandlich und diese ganzen Steuerungen über den Bewegungssensor klappen mit dem Smartphone auch viel besser, man ist sich ja immerhin jahrelanges Zocken mit den Handheldkonsoloen gewöhnt (danke Nintendo). Filme schauen? Zuhause hat man sowieso den Fernseher und unterwegs ist das Filme schauen auch nicht immer prikelnd. Als Mobiles Büro? da wurde schnell die Limitierung der Smartphonebetriebsysteme zum Problem, ganz zu schweigen von dem unangenehmen langen Schreiben auf einer Bildschirmtastatur. Ob da vielleicht eine Bluetooth-Tastatur eine Lösung ist? aber warum dann nicht gleich zum Laptop oder zum Subnotebook greiffen? Zumal gerade diese Gerätekategorie vor den Tablets als DIE mobile Lösung angeboten wurde (und ja, man kann auch darauf Filme schauen).

Und so blieben die gekauften Tablets immer mehr einfach in er Ecke liegen, unbeachtet und staubten vor sich hin, aber davon ungeachtet hauten die Hersteller immer mehr und noch mehr Tablets auf den Markt, Tablets die auch immer kleiner wurden, um sie handlich und mobil zu halten, während die Smartphones immer Grösser wurden, und so blieben auch diese kleinen Tablets ungeliebt. So ungeliebt, das sie inzwischen verramscht und einem nachgeschmissen werden. Macht man bei einer Firefox Umfrage mit, kriegt man ein Tablet für 7 Euro, schliesst man bei Base ein Mobilfunkvertrag ab, kriegt man ein Tablet für einen Euro zusätzlich nachgeschmissen, Amazon kann seine Tablets nur noch verkaufen, weil da ein Jahr Prime Mitgliedschaft mit dabei ist, bei Vertragsverlängerungen beim Spiegel, bei 1&1, bei weiss Gott wem alles noch kriegt man garantiert ein Tablet geschenkt.

Und inzwischen ist auch der Tabletmarkt rückläufig, denn weil diese Geräte eh selten benutzt werden, hat auch niemand grossartiges Interesse, sein Tablet jedes Jahr zu erneuern - und haben nicht die meisten eh schon 2 oder sogar 3 Tablets rumliegen, die Staub ansammeln.
Nein, was Apple mit der Präsentation des iPad damals losgetretten hat, war ein kurzzeitiger Hype, auf den nun die Ernüchterung folgt, das auch das Jammern an den Märkten beweisst: und längst hat sich eine neue Produktkategorie etabliert, bei der weder Apple noch Android mitmischen können oder dürfen: dem Tablet/Laptop Hybriden. Und damit wären wir wieder bei Microsoft.

Microsoft bliebt lange dem Consumertablet Bereich fern, und als dann das Surface kam, war es von Anfang an als Kombigerät gedacht, Tastaturbetrieb von im Vorhinein vorgesehen, Anfangs zwar auch noch in einer RT Variante, die aber nun auch schon Geschichte ist, also nur noch mit einem Voll ausgerüsteten Produktivsystem, dass, das das normale Installieren von Programmen, Treibern, Tools und so weiter zulässt: es sind Laptops die auch als Tablet zweckentfremdet werden können. Und nun ist es nicht mehr nur Microsoft, die das anbieten, schon stehen die Lenovos (auch als Thinkpad), die Asus, die Acers und all die anderen mit Ihren Hybriden da.. mal mit abdockbarer Tastatur, mal mit umklappbarer, sie alle haben eins gemeinsam: sie interpretieren den Tabletcomputer genau so, wie er von Microsoft definiert wurde, bevor Apple mit dem iPad kam.

Und so stell ich mir die Zukunft der Tablets auch vor: nicht als weitere Produktkategorie zwischen Laptop und Handy, sondern als vollwertiger Laptop, der, wenn gewünscht, seiner Tastatur entledigt werden kann um als Tablet seinen Dienst zu tätigen.

Was heisst das für Blackberry, sollten sie tatsächlich ein Tablet auf den Markt bringen? Es heisst, dass Blackberry tunlichst ihr grösstes Potential dabei nicht vergessen soll: die Tastatur, und dass sie es nicht mit einem Smartphone OS, wie das OS 10 ausstatten dürfen oder, nocht schlimmer, mit einer Neuauflage des Playbook OS. Wenn Blackberry ein Tablet auf den Markt bringen, will, der auch den Buissnessanforderungen gerecht wird, dann muss dies ein Hybrid sein, und er sollte auf Windows, besser noch auf ein GNU System mit dem Hauseigenen QNX Kernel aufbauen, um auch die Installation von wirklicher Produktivsoftware zu bewerkstelligen.

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