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Montag, 13. April 2015

mal ein anderes Smartwatchkonzept: digitocks

Smartwatches: wer mich kennt, weiss, dass ich diese Gattung elektronischer Gadgets eher kritisch sehe (siehe hier), zum einen bieten Smartwatches eher wenig Mehrwert, zum anderen sind sie relativ Teuer, ziemlich schnell outdatet und ihre Akkulaufzeit grenzt meist ans misserable Akkulaufzeit. Das Problem dabei: sobald der Akku aufgrund der Smartfunktionen den Geist aufgibt, kann eine Smartwatch nicht einmal mehr das nötigste, was eine Uhr machen muss: die Uhr anzeigen.



Natürlich machen Smartwatches rein vom technischen ganz schön was her, sie sind ein extrem guter Showcase für das, was aktuell technisch, vorallem in punkto Minimalisierung möglich ist, allerdings fehlt in meinen Augen aktuell der wirkliche praktische Nutzen, den eine Smartwatch bietet, bzw. überwiegen die Nachteile (Akkulaufzeit, unbequemes Zeitablesen, kurzer Lebenszyklus) die Vorteile.

Das haben sich wohl auch die Entwickler von digitocks gedacht, die nun ein völlig neues Konzept anbieten: digitocks ist keine Uhr an sich, sondern eine kleine Scheibe mit Vibrationsalarm und Bluetooth die man sich unter jede Uhr kleben kann und mit seinem Smartphone verbinden. Über eine App stellt man dann ein, für welche Nachrichten, von welchem Absender und ggf mit welchen Keywords man informiert werden will. Es gibt keinen Bildschirm, nur ein Vibrationsalarm. Das heisst, diese keine Scheibe vereint akutell alles, was an einer Smartwatch wirklich nützlich ist (Notifications) und lässt alles weg, was blos Gadget ist und die Funktion einer Uhr sogar einschränkt. Und selbst wenn digitocks mit seiner Leistung mal am Ende ist, läuft die Uhr ja ganz normal weiter.

Aktuell handelt es sich dabei nur um ein Konzept, allerdings um eines, von dem ich glaube, dass es viel Smarter ist, als jede aktuelle Smartwatch, weil es vorallem durch seine Unauffälligkeit auffällt. Ob das Konzept Erfolg haben wird? Schwer zu sagen, jetzt wo Apple und Google der ganzen Welt weiss machen wollen, dass eine Smartwatch nach Ihren Vorstellungen das Mass aller Dinge sei.


Dienstag, 24. März 2015

Smartwatches?

Ich habe keine Uhr mehr getragen seit? nun, seit ich ständig ein Handy mit mir rumtrage, das mir die Zeit anzeigen kann, und ich bin froh darum. Ich stosse eh gerne an Zeugs an, bleibe hängen, bin tolpatschig, und so ist wenigsten mein Unterarm frei für wirklich wichtige Dinge wie zum Beispiel Armbänder. Und so Uhren sind ja meistens auch klobig, und vorallem find ich nie die richtige Grösse. Entweder sitzen sie dann zu eng, oder sie schloddern rum. Nein, ich bin froh keine Uhr haben zu müssen und dass das Handy, spätestens das Smartphone es ermöglicht, ohne Uhr durchs Leben zu gehen.

Und nun wollen mir alle Hersteller eine Smartwatch verkaufen und tun so, als häts die Casio Night Rider Erinnerungsuhren nie gegeben und preisen mir das als den heissesten Scheiss an für.. nun für was eigentlich?

Selbst wenn ich persönlich ein Uhrenmensch wäre, was ist das praktische an einer Uhr? richtig, man schaut kurz drauf und man weiss die Zeit. Aber nun soll man erst den Display einschalten, mal mit einer doofen ruckartigen Handbewegung oder durch das drücken eines Knopfes? blos um die Zeit zu sehen? Mal ganz abgesehen davon, dass es dann mit einem Smartphone genau so schnell geht, ist das doch einfach nur doof.

Ja, klar, man kann Notifiactions sehen, ohne das man das Smartphone herausnimmt und dann entscheiden, ob eine Nachricht so wichtig ist, dass man eben doch das Smartphone herausnimmt, aber sind wir doch mal wieder ehrlich, wir nehmen das Smartphone sowieso wieder heraus, denn irgend eine Nachricht die wir bekommen, ist uns sowieso immer eine Reaktion wert oder?

Klar, die Hersteller wollen uns weis machen, dass es möglich wäre, direkt über die Uhr zu reagieren, aber mal Butter bei die Fische: wenn eine Smartwatch den Störfaktor, sagen wir mal bei der Arbeit minimieren will, dann soll ich in eine Uhr Quatschen? den darauf rumtipseln geht ja eher schlecht, nicht nur vom Grössenfaktor her, sondern auch von der verwendeten Software.

Oh, und Gesundheitstrakingtools, tolle Sache, zur Selbstmotivation, zumindest laut Marketing, vorallem aber zum Hochladen von sehr intimen Daten zu den Servern von Google, Apple und Co? Und wenn nicht, dann doch um einem ein schlechtes Gewissen einzureden mit diesem Selbstoptimierungswahn

Nein, sind schon alles tolle Sachen, blöd dann blos, dass der Akku meistens gegen Abend dann in die Knie geht und man dann nicht einmal mehr die Uhrzeit sehen kann, da der Bildschirm aus ist, also den Griff zum Handy... Das dann dummerweise leider auch keinen Akku mehr hat, weil es den ganzen Tag über Bluethoot mit der Uhr gekoppelt war, und man ja doch bei jeder Nachricht dann doch das Handy herausgenommen hat und damit zum üblichen Akkugesauge eben noch eine weitere Datenverbindung kommt.

Wobei das mit dem Laden ja sowieso ganz lustig ist, vorallem bei Smartwatches, die Funktionen zur Schlafüberwachung mit sich bringen, die man dann leider kaum jemals gebrauchen kann, da so eine Smartwatch ja auf der Ladestation schlafen muss, wenn man am Tag danach noch eine Uhr haben will, die Ihre Grundfunktion, also das Anzeigen von Zeit erfüllen kann.

Was sind Smartwatches eigentlich? Im Grunde doch nur eins: eine Demonstration der Entwickler, wie arg sie Technologie minimieren können, so dass ein kompletter Computer ans Armgelenk passt. Nein, das ist wirklich grandios sowas, ungelogen, und ich kann mir sehr wohl nütziche Anwendungssenarien für so einen Minimalisierungsgrad vorstellen (stellt euch mal vor, wie viel Akku neben so einem Computerwinzling Platz hat, wenn man den in eine Smartphone, ein Tablet oder gar einen Laptop einbaut). Und nun versucht die Industrie diesen technischen Vortschritt irgendwie zu vermarkten und erfindet dazu diese Produktkategorie "Wearables" - also an den Körper angebrachte Elektronik - der Cyborg lässt Grüssen.

Möchte ich so ein Technogadget um mein Handgelenk? ganz bestimmt nicht.