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Freitag, 17. April 2015

Blackberry Playbook - Review

Ein Tablet von 2011 an den heutigen technischen Standarts zu messen ist nicht fair, darum will ich das auch gar nicht und geh auch gar nicht allzugross auf die Technik des Tablets ein: 1 Ghz Dualcore Prozessor? Geschenkt! 1 GB Arbeitsspreicher? Schwamm drüber! Eine Auflösung von 120x600 Pixel? da schaun wir drüber hinweg (oder zählen die Pixel) - denn Anfangs 2011 waren das sicher ziemlich respektable Specs, aber die technische Entwicklung für mobile Engeräte mit Begrabschbildschirm hat in den letzten Jahren einen so massiven Entwicklungsschub genommen, dass heute selbst nachgeworfene Werbegeschenktablets mit mindestens ebenso guten nackten Zahlen aufwarten können. Nein, das wär nicht Fair.
Interessant ist am Playbook eher, dass es sehr symptomanisch ist für eine Firma, damals noch RIM, die Ihren Platz am Olymp des Mobile Computing verloren hat und verzweifelt versucht Anschluss zu finden, aber damals noch absolut hilflos herumruderte und den iPhone/iPad Impact einfach nur verschlafen hat. Symptomatisch für den Versuch einer eher konservativen Firma, zum neuen aufzuschliessen. Und was soll ich sagen? Sie ist mit dem Playbook grandios gescheitert.
Der eigentliche Sturz des Playbooks aber war nicht so sehr seine Technik oder seine Software, sondern die nicht eingehaltenen Versprechen die RIM damit machte:
Versprechen Nummer 1: es wird ein Update auf Blackberry OS 10 geben - das Versprechen wurde gebrochen
Versprechen Nummer 2: Entwickler die eine kostenpflichte Blackberry OS 10 App entwickeln, kriegen ein Playbooks geschenkt - und schob dann nachträglich irgendwelche vorher nicht genannten Bedingungen nach, um das Versprechen nicht einhalten zu müssen.
Ja liebe RIM, so vergrault man Kunden und Fans, und zwar massiv.
Aber nun von vorne:
als gestern die Post mein neues (altes) Spielzeug lieferte, war ich, wie immer wenn der Weinachtsmann von ebay oder Amazon seine Bescherung bei mir abliefert natürlich extrem hibbelig: also gleich ein Unboxing im Beastmode. Und schon da Begann dieses Feeling, das sich bisher nicht ändern konnte: durchwachsen
Die Kartoneinpackung ist Blackberry like, also dezent, schwarz, irgendwie edel, ohne blingbling und schnick schnack, verschwenderisch gross: Firmen, die was auf sich halten verpacken Ihre Geräte edel und minimal (Blackberry in Schwarz, Apple in Weiss) also freudig auf den Weg gemacht, das Innere zu erkunden und da: billig wirkender, billig seiender dünner, extrem hässlicher Kunststoff auf den das Playbook gebettet wurde - viel mehr Schlag in die Fresse und Zerstörung von edler Anmutung geht nun wirklich nicht. Unter dem geschmacksbefreiten Kunststoff war dann wieder das typsche schwarze, liebevolle Kartongedöhns, wie man das eigentlich gewohnt ist - Unboxingerlebnis: durchwachsen.
Eingetütet ist das gute Stück dann in ein recht schön wirkendes Sleeve, das sich aber unweigerlich zu einem Staubmagneten entwickeln wird bei mir, aber: nice to have: ansonsten ist in der Packung noch der übliche Papierkram, ein USB zu Mikro USB kabel und ein Ladegerät - die üblichen Verdächtigen also. Weg damit und den Star der Show ausgepackt: das Spielbuch selber.
Das erste was da auffällt ist das Gewicht. Für ein 7'' Tablet ist das Teil wirklich schwer (um die 426 Gramm rum) und das macht sich dann in der Einhandbedienung auch gleich bemerkbar.. das teil wird sehr, sehr, sehr schwer mit der Zeit: unangenehm schwer. Konterkariert wird dieses unangenehme Schweregefühlt durch eine sehr gut gummierte Rückseite und den breiten Rahmen, die gerade zu einladen, das Gerät als Buch zweckzuenfremden, also auch hier: durchwachsen
Das Tablet bietet auch die üblichen Anschluss- und Drückdingen, also eine Mikro-usbanschluss, ein Mini-HDMI Ausgang, noppen für eine Dokingstation, ein Powerbutton, Laut/Leise Wippe und seltsamerweise ein Play/Pause Button. also so Standart.. Dabei ist der Powerbutten im wahrsten Sinne des Wortes ein Fliegenschiss, bei dem man fast eine Pinsette braucht um ihn zu treffen, und recht schwerfällig, wohingegen der USB dann doch etwas zu leicht sitzt, Fazit: durchwachsen.
Aber mir gehts ja um die inneren Werte, also das Teil gleich einmal hochgefahren und die Blackberry typische Gemächlichkeit des Hochfahrens bewundert um dann alles schön einzustellen: Blackberry ID hatte ich schon, Sprache, Uhrzeit, WLan ist schnell durch um dann im Assistenten zu landen, der einem die Steuerung des Tablets erklärt.
Okay, 2011 war konsequente Gestensteuerung vielleicht noch neu, und so eine kurze Einführung schadet nichts, nein, passt scho, aber dass dann jeweils eine Geste gefühlt 2 Minuten demonstriert wird, ohne dass man den Anschauungsunterricht abkürzen kann, weil mans ja eh schon verstanden hat, das war dann doch etwas arg nerfig. aber gut, man will ja durch. und so landet man dann schlussendlich, irgendwann, auf dem Homescreen.
Und da sind wir dann nun in einem seltsamen Zwitterwesen, einem Screen, der von oben nach unten aufgebaut ist und sich auch von oben nach unten erweitern lässt: in der Statusleiste kann man das Einstellungsmenü öffnen sowie Benachrichtigungen und Applets zur Steuerung z.b. des Musikplayers oder Systembenachrichtigungen öffnen. Das erinnert irgendwie stark an den Gnome Desktop und gefällt. In der Mitte ist dann das Multitasking Menü, das jedem freudige Erinnerungen an Web OS hervorruft, der Web OS kannte. Unten sind dann erst mal 5 Icons, was etwas an Android erinnert, nebenher ein Pfeil, klickt man darauf, öffnet sich ein Appdrawer. Soweit so gut. der Homescreen ist so schlecht schon mal nicht, auch irgendwie durchdacht. Nur: er ist extrem inkonsistent, wenns um die Geschwindigkeit geht: Animationen sind mal butterweich und manchmal unendlich, gerade einschläfernd träge: ein Phänomen, dass sich durch das gesamte System zieht: das booten von Apps dauert oft Schaltjahre, während offene Apps in Lichtgeschwindigkeit reagieren. Beim Verlassen einer App in den Homescreen kann man einschlafen, beim wechseln zwischen den Apps über eine Swipegeste von rechts oder links wird der Turbo gezündet.. ich weiss nicht, ob ich das Wort schon verwendet hab, aber: durchwachsen.
Wo das Tablet wirklich restlos begeistert sind die Stereolautsprecher. Zum einen haben die richtig guten Bass, der sich auch nicht vor dem HTC One verstecken muss, sie klingen Voluminös und es kommt tatsächlich ein Stereogefühl auf - Musikhören macht damit wirklich Spass (abgesehen von der extrem Trägen Musikapp)
was auch sehr gefällt, ist die doch recht akkurate Farbwiedergabe, die, abgesehen von der veralteten Auflösung und den, nun ja, halt 2010/2011 angesiedelten Blickwinkelstabilität FIlme und Videos doch recht geniessbar machen - da kann ich nicht meckern.
soweit so gut.
Blackberry: das steht für Produktivität, für Professonalität, dafür das man Dinge machen kann - irgendwie ist es da ironisch, ein Gerät Playbook zu benennen. Aber es trifft den Nagel auf den Kopf, denn mit dem Tablet produktiv Arbeiten.. ne, das is nicht.. warum?
beginnen wir beim Dateimanager - was heisst Dateimanager? ich seh einen Dateibaum, hierarchisch geglieder vom Rootverzeichnis durch verschiedene Ordner mit Zugang zu allen Dateien, egal welchen Types nicht? Nein, nicht beim Playbook.. der Dateimanager hat 4 Kategorien: Bilder, Videos, Musik und Dokumente, nicht hierarchisch dargestellt: andere Dateien kommen in diesem gar nicht vor - das ist nicht einmal durchwachsen: das ist ein Versagen.
und dann kommen wir z Blackberry Bridge: denn die hat mich wirklich enttäuscht: laut dem Gedöhns von Blackberry soll die sozusagen das Handy auf das Tablet "Streamen" aber alles was passiert ist, dass der Blackberry Messanger und SMS über das Tablet zugänglich werden, wobei es sowieso fraglich ist, warum ein Blackberry Gerät ohne Blackberry Messanger ausgeliefert wird.
Und wie schauts mit Produktivapps in der Blackberryworld zum downloaden aus? ganz ehrlich; fragt lieber nicht. Und über Kameras bei einem Tablet ein Wort zu verliehren wäre sowieso Verschwendung: wer fotografiert denn schon mit einem Tablet? ohne Blitz? mit 5 megapixel
Tja, was soll ich sagen: ein Tablet mit Stärken; ich werd meine Spiele die ich in der Blackberry World gekauft hab, darauf zocken, denn die machen wirklich Spass, auch dank dem richtig guten Sound, aber damit Arbeiten, kann man nicht - irgendwie erscheint das Playbook teilweise fast schon wie ein zynischer Kommentar von Blackberry um all jenen, die glauben, mit einem Tablet produktiv Arbeiten zu können den Spiegel vorzuhalten, denn das Playbook ist, wie die meisten anderen Tablet auch: einfach Spielzeug - das Playbook aber extrem durchwachsenes Spielzeug.

Montag, 23. März 2015

Immortall für das Playbook

Computerspiele stehen ja oft und gerne im Verruf, Gewalt zu verherrlichen und die kritischen Seiten z.b. von Krieg auszuschliessen. Gerade Egoschooter oder auch Strategiespiele setzen meisten voll auf einen Kriegsschauplatz und das Töten wird zum Spielinhalt.
Natürlich ist sich der gewöhnliche User bewusst, dass es sich hierbei um Fiktion handelt und natürlich wird ein begeisterter Egoshooter kaum zum Amokläufer blos weil er hin und wieder gerne Call of Duty zockt, genauso wenig übrigens, wie ein Schachspieler zum mörderischen Kriegsstratege wird, nur weil er ein Kriegsspiel spielt.
Nichts desto trotz, sind Spiele gerne recht oberflächlich, müssen sie ja auch sein, denn sie sollen ja auch Spass machen und nicht belehren. Die meisten jedenfalls.

Auf der anderen Seite gibt es auch Spieleentwickler, die in ihren Spielen durchaus ethische, philosophische und manchmal auch belehrende Ansätze haben, und dass muss nicht immer nur schlecht sein.
Und dann gibt es Spiele, die ansich gar nicht Spiele sind, aber ihre Spielmechanik dazu verwenden, etwas auszulösen, und dann kann man sogar beginnen von Kunst zu sprechen

Ein solches Kunstwerk an Spiel, ist z.b. Immortall für den Blackberry Playbook von Evan Miller, ein Spiel in dem man als kleiner Ausserirdischer auf der Erde landet, von einer Familie aufgenommen wird, und dann versucht, diese durch ein Kriegsgebiet zu begleiten. Man beschützt die Famile, in dem man sich zwischen die Famile und die Geschosse der Angreifer stellt als Schutzwall. Je mehr man getroffen wird, desto Schwächer und gebeugter wird man, bis man schliesslich Tod zusammenbricht.



Vorneweg: es ist nicht möglich, das Spiel zu gewinnen, man kann nur auf zwei Arten verliehren: entweder sterben alle Familienmitglieder, oder man selber.
Das ganze ist in einer sehr schlichten Schwarz/Weiss Grafik umgesetzt und alle Soundeffekte stammen von einer akustischen Gitarre.

Ein Spiel das man nicht gewinnen kann, warum sollte man das Spielen? nun, wie schon angedeutet, es handelt sich hier eher um ein Kunstwerk, dass das Medium Computerspiel blos als Mittel zum Zweck verwendet Es geht bei dem Spiel, oder dem Kunstwerk um die gleiche Erkenntnis, die der Computer Joshua schon im Film "War Games" über den Krieg lernen musste: Ein seltsames Spiel. Der einzige gewinnbringende Zug ist es, das Spiel nicht zu spielen.
Immortall setzt daher ein Gegengewicht gegen all die Kriegsspiele, in denen der Sieg meistens in möglichst hohen Abschussquoten gerechnet wird, in dem es auf sehr emotionale, wirklich zu Tränen rührender Weise die brutale Realität eines Krieges nachempfindbar macht: man kann einen Krieg nicht gewinnen.

Von der Aufmachung und der Abstraktion des Spieles her, halte ich dieses Kleinod für ein Kunstwerk, dass ohne weiteres mit Pablo Picassos Guernica verglichen werden kann

Sonntag, 22. März 2015

Die Herkunft des Playbook OS und des OS 10

Mit dem OS 10 und mehr noch mit dem Playbook OS hat ja Blackberry, damals noch RIM einen kompletten Neustart gewagt. Ein herausstechendes Merkmal, wenn nicht das Alleinstellungsmerkmal des OS 10 und des Playbook OS ist ja, dass das Multitasking, wie man auf englisch so schön sagt "in front and center" vorliegend ist. Man muss nicht über Behelfsknöpfe ein verstecktes Multitaskingmenü aufrufen: es ist alles da.

Wer im Iphone und Android Zeitalter aufgewachsen ist und vorher ggf mal ein Windows Mobil Phone in der Hand hatte, oder ewig stehts nur bei Blackberry war, der fand das revolutionär. Multitasking, so offensiv auf mobilen Geräten.. das geht? Und man lag Blackberry zu Füssen, dass die das hinbekommen haben als erste

Als erste? Moment, da war doch was.

es war 2009, die Iphones waren gerade stark im kommen, Android war noch eher ein Gerücht, Blackberry noch immer eine Macht, da kam dieser alterwürdige PDA Hersteller mit einem kleinen unförmigen Ding um die Ecke: dem Palm Pre. Der Pre zeichnete sich aus durch: keine Tasten (ausser einer QWERTZ Tastatur in Sliderform) und reiner Gestensteuerung, mehr noch aber durch sein Betriebsystem: Webos.

Neben dem WebOS, wie der Name schon verlautbaren lässt, vorallem auf Webdienste abzielte hatte er noch ein anderes Feature: Multitasking, wie man im Englischen so schön sagt: in front and center.

wie sehr Blackberry vorallem mit dem Playbook OS bei WebOS abgekuppfert hat zeigen die nächsten paar Bilder. Das Webos auf dem Nexus 7 ist ein Open Source Nachbau, genannt LuneOS. Es handelt sich hier um einen early Build: leider geht der erst im Portraitformat, so dass die Fotos im Portrait sind.. und leider sind sie auch nicht bester Qualität. Auch kann ich leider keine Fotos vom originalen Palm Pre posten, da der WebOS Dienst von Palm eingestellt wurde und WebOS sich nur mit einer funktonierenden Datenverbindung zum WebOS dienst ersteinrichten lässt.



der Homescreen ohne geöffnete Anwendungen. Man sieht, dass die Dreiteilung des Bildschirm mehr oder weniger identisch ist, also oben eine Statusleiste, dann ein Leerer Bildschirm und unten ein Dock.




Das Dock verhällt sich identisch, die Appliste wird auf die gleiche Art geöffnet und kommt auf die gleiche Art von unten in den Bildschirm hinein



Am offensichtlichsten ist es jedoch mit den offenen Anwendungen auf dem Homescreen. Anwendungen minimiert man übrigens mit einem wisch von unten in den Bildschirm hinein, und schliessen tut man sie, wenn man die minimiertan Anwendungen nach oben weiterwischt. Ich denk, ihr kennt dieses Anweundgsprinzip ;)


Mit dem Blackberry OS 10 ist dann zwar die Optik des Systems etwas angepasst worden, so dass die Ursprünge nicht mehr ganz so offensichtlich sind, aber das Grundkonzept, die offenen Anwendungen als Karten direkt auf dem Homescreen zu platzieren ist geblieben.

Aber wie heisst es so schön: ein Plagiat ist die höchste Form der Anerkennung. Und WebOS war extrem wegweisend, schade dass es so wenig Liebe bekommen hat.

Donnerstag, 19. März 2015

das Playbook - lohnt sich das noch?

Das, oder der Playbook hatte ja einen eher unrühmlichen Start, keiner wusste so genau, was mit diesem Gerätchen anzufangen ist. Und dann war da noch das uneingelöste Versprechen von RIM, dass das Playbook mit OS 10 versorgt wird, was dann leider niemals geschah.

Nun hat diese Tablet Exkursion von Blackberry ja schon fast 4 Jahre auf dem Buckel, im sehr schnellebigen Mobilgerätesektor sind das 8 Ewigkeiten. So gesehen gibt es doch sicher keinen Grund, sich heute noch ein Playbook zuzulegen, oder gar eins zu benützen.. oder doch?

Nun, meine Meinung über Tablets posaune ich ja überall raus, wos mir grad gefällt: ich halte das für eine eher Zukunftslose Gerätekategorie. Sie wurden einst als Laptopersatz angepriesen, aber dafür können sie alle viel zu wenig (den Tablet/Laptop Hybriden Surface von Mircosoft lass ich mal aussenvor). Die Betriebsysteme der Tabletcomputer sind, als vollwertiger Laptopersatz einfach zu eingeschränkt in Ihren Fähigkeiten. Klar, die iOSes, Androiden, Blackberry OSes und wie sie alle heissen sind super geeignet für mobile Geräte, ausgelegt auf geringen Verbrauch, einfaches Handling, kleine Bildschirme, Toucheingabe, die Unmöglichkeit das OS zu schrotten - Aber einen Laptop ersetzen? niemals, dazu fehlt die Möglichkeit ins Betriebsystem selber einzugreiffen, fehlt die Möglichkeit, Anwendungen direkt und Hardwarenah zu installieren wie das mit einem Windows, Linux, BSD oder OS X möglich ist. Es fehlt (meistens) die Möglichkeit mehrere User anzulegen und diese sauber zu Administrieren - sowieso ist das Administrieren kaum möglich, insofern ist ein Laptopersatz eher was anderes. Und da sprechen wir noch nicht von einer fehlenden Tastatur und der Möglichkeit, weitere Peripheriegeräte anzuschliessen.

Ergo verkommen Tabletz zu Medienkonusmationsgeräten, und da kämpfen sie sehr stark gegen die Smartphones an. Klar, als die ersten Tablets im "ipad" Stil auf den Markt kamen, waren die Smartphones im Vergleich zu heute noch winzig klein, so das ein grösserer Screen durchaus Sinn machte. Aber in zwischen wurden die Smartphones immer grösser (während die meisten verkauften Tablets immer kleiner wurden und sich im 7 - 8 Zoll segment angesiedelt haben). Zudem bekamen Smartphones immer potentere Hardware und sind den Tablets technisch meist haushoch überlegen.
Insofern ist die logische Konsequenz, dass der Tabletmarkt stagniert, teilweise sogar rückläufig ist, da die Anwender eben nicht jedes Jahr ein neues Tablet kaufen, da ihnen inzwischen aufgefallen ist, dass diese Geräte eh meistens nur Rumliegen.

Spannen wir den Bogen also zurück zum Playbook, ein 4 Jahre altes Tablet, dessen Specs sich heutzutage eher zurückgeblieben anhören - wobei es durchaus aktuelle Einsteigertablets gibt, die diegleiche Leistung beinhalten. Also warum sollte man sich ein Playbook zulegen?
Nun, man sollte es nicht, wenn man immer noch der Illusion anhängt, dass mit einem Tablet ein produktives Arbeiten möglich ist, denn darin macht das Playbook seinem Namen alle Ehre: es ist ein Spielzeug, was für eine Firma wie Rim eher unpassend ist.
Will man aber genau das: ein Spielzeug, ein Medienkonsumationsgerät, möglicherweise ein Ebookreaderersatz, ein Unterhaltungsgerätchen für längere Zug und Flugreisen, dann, ja dann kann dieser Urahn doch noch überzeugen.

Klar gibt es, wie schon angesprochen, aktuellere Geräte, die mit ähnlichens Specs aufwarten, und die einem auch recht Günstig angepriesen werden, warum sollte man also zu einem Grossvatergerät greifen? Nun, der Playbook war kein Billiggerät, damals, vor Urzeiten, im Gegenteil.. aber wies der Preiszerfall so will, sind die neuanschaffungskosten inzwischen auf einem Niveau angelangt, wo man nicht mehr 2 bis 3 mal nachdenken muss: zwischen 60 und 120 Euro, je nach Ausstattung und ob es sich um ein Neu oder ein Gerbrauchtgerät handelt. Und dafür kriegt man einiges, was die aktuellen Billigheimser nicht bieten:

- eine unglaublich solide Verarbeitungsqualität, wie es sich für ein Blackberry gehört
- sehr gut klingende Stereolautsprecher
- brillliante Farbwiedergabe
- ein Browser der Adobe Flash unterstützt und so das Streamen von Filmen und Serien zu einem Kinderspiel machen
- ein ziemlich einzigartiges, schnell zu lernendes OS, das nichts von seinem Reiz verlohren hat
- und doch einige recht unterhaltsame Spieletitel in der Blackberry World
- mitunter die beste Akkulaufzeit, die man sich auf einem Tablet wünschen kann

Natürlich gibts auch Minuspunkte, die da vorallem währen das sehr langsame Laden von Apps (aber wenn die Apps mal gestartet sind, laufen sie wie geschmiert) und die mehr oder weniger unbrauchbare Kammera (aber wer macht schon Fotos mit Tablets? eben)

Nichts desto trotz, man kriegt inzwischen extrem viel Tablet für sein Geld, wenn man ein Playbook möchte: man darf eben nur niemals vergessen, dass es ein Tablet ist, eine Geräteklasse die hauptsächlich, um nicht zu sagen nur dem Medienkonsum und dem Spielen dient. Wer ein Gerät zum mobilen Arbeiten sucht, der sollte sich lieber ein Netbook oder ein Windows Tablet/Hybrid zulegen, auch die werden einem inzwischen für ganz wenig Geld nachgeschmissen.

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