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Freitag, 27. März 2015

Blackberry Z10 - Erfahrungsbericht

Ich bin ja recht spät ein Blackberry Fan geworden, ich war bis vor kurzem ein recht narrischer Android Fan: aber wie schon des öffteren erwähnt, wurde mir Android einfach langweilig mit der Zeit. Und da hatt es sich ergeben, dass das Balckberry Z10 recht günstig von Amazon zu erhalten war, also hab ich mir gedacht: was solls, und hab zugelangt. Und es war kein Fehler.

Ich werde mich hier nicht über die Specs auslassen, die kann man sich zu genüge ergooglen, gemessen am Stand heute ist es wohl ein unteres Mittelklassegerät und als solches sollte man es auch sehen. Für ein solches bietet das Z10 dann aber doch wieder einen erstaunlich brillianten Bildschirm, der allerdings leider ziemlich anfällig ist für Fingerabdrücke. Weiter ist die Audioqualität nicht zu verachten, weder für Audiowiedergabe, noch für Gespräche, auch wenn der Lautsprecher unten ein ziemlicher Staubmagnet ist.

Was beim Z10 auffälllt ist, wie gut, wie ausserordendlich gut das Gerät in der Hand liegt, was an seinen Dimensionen ebenso liegt, wie an der sehr griffigen Rückseite. Die, so muss man leider sagen, nicht gerade sehr hochwertig wirkt. Aber das Gerät will keine Schönheit sein, es ist ein Arbeitstier, und genau so beginnt man das Gerät auch zu verwenden: man arbeitet damit.

Als Android Fan war ich ein Costumizer, ich hab mit dem System rumgebastelt, aber eben: nicht damit gearbeitet - mit dem Z10 kann man nicht grossartig was rumbasteln, also arbeitet man damit.

Richtig erstaunt war ich über die Präzision der Tastatur, ich hätte nie gedacht, dass man mit einer Bildschirmtastatur so gut schreiben kann. Aber diese einzigartigem Wortvorschläge, direkt über den Buchstaben war eine Offenbarung (ich bin dann doch zu den Tastaturblackberrys gewechselt ;) ), ebenso der Blackberry Hub.
Der Hub, man kann den gar nicht so wirklich erklären, wenn man den nicht selber gesehen hat, Android und auch iOS Nutzer verwechseln den sehr gerne mit dem Notifiacation Center, aber sie könnten sich nicht mehr irren. Das beste Wort, den Hub zu beschreiben ist: verdammt praktisch, oder, um es mit einem Applewerbespruch zu sagen: everyting is just a swipe away.

Das Z10 eigent sich auch wunderbar zum Spielen (wegen Colin McRae Rally bin ich vom Q10 zurück auf das Z10 ;) ), was man einem Blackberry gar nicht zutraut (es gibt auch wirklich gute Titel in der Blackberry App World, vorallem von EA).

Was mich dann schlussendlich doch vom Z10 weg zum Passport gebracht hat ist die wirklich unterirdische Akkulaufzeit. Für heavy User ist der akku echt eine Enttäuschung. Ich hab zwar immer einen Ersatzakku dabei gehabt, aber das war nicht sehr, nun ja, praktisch. Das Z10 ist ein ungewöhnlich gutes Smartphone, bei dem ich auch gerne noch länger geblieben währe, wenn es mein heavy Usage auch unterstützt hätte.

Trotzalledem, und auch wenn das Gerät nun schon etwas älter ist, wer ein günstiges Einsteigergerät in handlicher Grösse sucht, sich nicht vor einem Zweitakku scheut und gerne ein Fulltouch Smartphone hat, der sollte sich das Z10 einmal anschauen. Es währe schön, wenn Blackberry mal wieder ein Gerät im gleichen Format auf den Markt bringt (der Bildschirm könnte grösser sein, ohne dass das Gerät grösser wird, denn das Blackberry Z10 verschwendet etwas Platz auf der Vorderseite), das währe dann sicher ein Gerät, dass ich mir anschauen würde.


BlackBerry Z10 bei Amazon

Freitag, 20. März 2015

At Folix Struktur Designfolie


Wer mich kennt, weiss, dass ichs überhaupt nicht mit Schutzhüllen für Smartphones hab. Schutzhüllen machen die Smartphones Klobig (sie sind ja schon gross genug) und in den meisten Fällen zerstören sie das Design der Geräte, ganz zu schweigen davon, dass sehr viele Hard Shell Cases extrem schlecht sitzen. Wenn ich, was selten vorkommt, für ein Smartphone ein Case kaufe. dann auch nicht aus Schutzgründen sondern aus optischen.. und dass können auch Designfolien, besser noch: Strukturfolien aus Vinyl.

Struktur was?

Ihr kennt sie sicher, diese Handyaufkleber aus dünnem Kunststoff, die schlecht sitzen, zerreissen, wenn man sie neu justieren will, ungenau ausgeschnitten sind und sich in der Hand scheisse anfühlen? genau sowas brauch ich nicht für ein Smartphone das 600 Euro kostet. Dafür aber gibts Vinyl Strukturfolien. Diese sind aus hochwertigem PVC und sind nicht blos Sticker, sondern sind hochwertig Bedruckt und haben eine, wie der Name schon sagt, strukturierte Oberfläche. Der Kleber ist von 3M, lässt sich spurlos entfernen und lässt die Folie sogar mehrfach verwenden, wenn man sorgsam damit umgeht. Im Idealfall imitieren Vinylfolien das Produkt, dass sie Imitieren so gut, dass man auf den ersten Blick keinen Unterscheid merkt - wie gut das die Strukturfolien von atFolix können, darauf komm ich später noch zurück.

meine Bestellung und Lieferumfang 

Am liebsten hätte ich mir Folien von dbrand bestellt, da diese laut allgemeiner Einschätzung der meisten Smartphonefreaks zu den besten überhaupt gehören. Leider gibt es von dbrand nur eine begrenze Anzahl von Geräten die mit Folien bedacht werden und der Blackberry Passport gehört nicht dazu. Also hab ich auf Amazon gegooglet und bin auf die Folien von atFolix gestossen. atFolix war mir schon bekannt als Hersteller von Displayschutzfolien, die ich auch schon für diverse Geräte verwendet habe und immer zufrieden damit war.
atFolix bietet ein breites Spektrum an Folien für den Passport an, nicht nur Strukturierte, sondern auch solche mit Bilderaufdrucken, welche mich aber nicht interessiert haben. Auch bei den Strukturfolien gibt es ein riesiges Sortiment: Diverse Metall-, Leder, Holz- und Stoffimitationen werden angeboten. Ich hab mich für eine Mahagoni und eine schwarze Camouflagefolie entschieden.
Geliefert wurden die beiden Folien zusammen mit einem Mikrofasertuch und einem Kartonkärtchen um die Folien sauber anzubringen sowie eine Installationsanweisung und, irgendwie lustig: einer Installationsanweisung für eine Displayschutzfolie. Zweiteres gehört wohl zum Umfang weil man die Designfolien auch in Kombi mit einer Displayschutzfolie bestellen kann, was ich aber nicht tat, weil ich zZ keine für mein Passport will. Die Folien bestehen aus zwei Teilen, eine für den oberen Teil, die andere für den unteren Teil der Rückseite.

der erste Eindruck und die Anbringung 

wie schon erwähnt imitieren Strukturfolien im Idealfall das Material so gut, dass man keinen Unterschied merkt. Das trifft bei den beiden Folien die ich bestellt habe vorallem auf die Camouflage Folie zu. Die Folie ist so fein strukturiert gearbeitet, dass sie sich haptisch genau so anfühlt wie meine Camouflagehose. Ich hatte ja etwas angst, dass die Struktur etwas grob wäre und sich arg künstlich anfühlt und da wurde ich mehr als nur positiv überrascht.
Die Mahagonifolie fühlt sich etwas ledrig an, also nicht 100% wie Mahagoni, was aber nicht heisst, dass sich das schlecht anfühlt, im Gegenteil, ich habe mich dann sogar für die Mahagonifolie entschieden, und zwar weil sie weniger rutschig ist und dem Passport etwas zusätzlichen Grip gibt Das Applizieren ist kinderleicht: mit dem Mikrofasertuch reinigt man die Rückseite des Gerätes, so das kein Staub herumliegt. Am besten Richtet man die Folie an der Kamera und dem Metallsteg aus und streicht sie dann von dort aus über das Gerät. An den Rundungen auf der Seite lohnt es sich, etwas stark darüberzureiben, da der verwendete Kleber bei Wärmeeinwirkung etwas besser zu haften beginnt.
Sehr Positiv überrascht war ich, dass die Folien keinerlei Blasen bildeten, und das obwohl ich bei solchen Dingen eher ungeduldig ans Werk gehe.
Die Mahagonifolie musst ich mehrmals wieder abziehen um sie wirklich sauber auszurichten, aber wie schon erwähnt stellt das kein Problem dar, da der verwendete Kleber sehr hochwertig ist.

der zweite Eindruck 

ich hatte etwas Angst,, dass die Schnittkanten sehr gut fühlbar sind, und in der Tat sind die Kanten der Mahagonifolie sehr stark spürbar, was vorallem auch deswegen auffällt, weil die Folie etwas kleiner ist als die Rückseite des Gerätes (ca 2 Milimeter auf jeder Seite). Das find ich etwas schade, ich hoff aber, dass sich das bei längerem Gebrauch etwas abwetzt

Die Camouflage Folie ist etwas dünner, daher fallen bei dieser die Kannte kaum auf. Die Folie ist sogar so dünn, dass man die Struktur des Blackberrylogos auf der Rückseite perfekte sehen kann.
Optisch sind beide Folien einfach nur 1a. Die Mahagonifolie sieht aus wie Holz, sehr edel und gibt dem Passport einen richtig guten Look. Die Camouflagefolie hat ein schönes Spiel mit dem Licht und wirkt mal ganz Schwarz und manchmal fast schon silbrig. Designtechnisch wurde ich sehr positiv überrascht.

 

 Fazit 

wer sein Smartphone etwas Individualisieren will, ohne die Optik massiv zu zerstören, sollte sich die Folien von atFolix auf jedenfall mal anschauen. Auch wenns klitzeleine Schwächen gibt, überzeugt die Qualität, die Haptik und die Optik auf der ganzen Linie.
btw: da sich die Folie auf meinem Smartphone befindet kann ich sie natürlich nicht fotografieren, da das Blackberry Passport auch über meine einzigste Kamera verfügt ;)

Dieser Bericht wurde von mir auf Ciao.de erstveröffentlicht

Donnerstag, 19. März 2015

Blackberry Q10 - Erfahrungsbericht

Seufz

währe das Gerät 2011 und nicht 2013 erschienen währ es wohl mein absolutes Lieblinsgsmartphone gewesen. aber 2013 und 2014 war ich mir halt schon 4,7 Zoll gewöhnt, so dass mir das q10 dann doch etwas zu klein wurde. Es war eine schwere Trennung die ich zum Glück mit dem Blackberry Passport kompensieren konnte.

denn eigentlich ist das q10 ein Gerät, dass man einfach lieben muss. das beginnt bei der Verarbeitung die klipp und klar beweisst, dass hochwertige Verarbeitung nicht zwingend Alluminiumunibody heissen muss, sondern dass auch ein Smartphone mit Kunststoff und abnehmbarem Akkudeckel hochwertig und ein absoluter Handschmeichler sein kann. Selten hab ich ein Smartphone in der Hand gehabt, dass ich so angenehm und Hochwertig anfühlt.
Ebenso ist die Klangqualität, sowohl beim Medienkonsum als auch bei Telefonaten absolut 1a. Gerade bei Gesprächen merkt man, dass hier Blackberry ein Telefon und nicht ein Spielzeug gebaut haben.

Auch bei der Tastatur gibts überhaupt nichts zu bemängeln, ausser dass sie für meine etwas speckigen Finger manchmal etwas klein war - trotzdem durch die ergonimischen Tasten konnte selbst ich darauf sauber und präzise tippen, in einer Präzision, in der Onscreentastaturen nur träumen können.
Und die Integration der Tastatur in die Software mit all den Shortcuts ist einfach: outstanding. Jedes Smartphoone, das künftig eine Tastatur mitbringt, wird sich an dieser Klevernes messen müssen. Extrem genial: wenn man z.b. einen Tweet schreiben will, gibt man vom Homescreen einfach tw "text den man tweeten will", drückt enter und der tweet wird veröffentlicht.. das ganze funktoniert auch mit sms, email, Facebook usw.

sowieso, die Suchfunktion, die immer dann aufgeht, wenn man auf dem homescreen beginnt auf der Tastatur etwas einzugeben: die suchfunktion ist nicht nur klever, sondern man kann mit ihr wirklich alles durchsuchen, Kontakte, das Internet, Apps, die Anrufhistorie, Dokumente, Emails, SMS, eben halt alles, blos in dem man den Suchbegriff eingibt. Sehr schön zudem, man kann für die Websuche auch definieren, mit was für Suchmaschinen gesucht werden muss: man ist also nicht auf die Standartwebsuchmaschine Bing angewiesen.
auch ein tolles Feature, dass in jeder App funktioniert ist das Runterscrollen mit der Tastatur.. man drückt einfach auf die Entertaste und das Bild rückt genau eine Bildschirmlänge nach unten - das ist extrem clever gelöst: will man nach oben, drückt man t (wie top) - und so gibts eine ganze liste von Shortcuts die das gesamte Blackberry q10 mehr oder weniger ohne einmal den Bildschirm überhaupt zu berühren bedienbar machen - da kommt teilweise fast schon ein Linuxkonsolenfeeling auf - man kann damit extrem schnell arbeiten.

Das q10 und ich,. das hätte wirklich grosse Liebe sein können, denn was das q10 Software und Verabeitungsmässig bietet ist es schlicht eines der besten Smartphones, die jemals gebaut wurden, währe da nicht diese kleine Sache: und das Wort wörtlich:
3,1 Zoll sind mir leider dann doch etwas zu klein gewesen, ich war mir halt schon grösseres gewöhnt, und wenn man sich einmal an grosse Bildschirme gewöhnt hat, dann fällt der fallback sehr sehr schwer. Youtube gucken z.b. macht auf dem kleinen Bildschirm einfach keinen Spass - auch dass man z.b. auf Webseiten ewig am scrollen ist ist nicht so mein Ding, selbst kürzere Texte gehen manchmal über zwei Bildschirme, das war mir dann auf die Dauer.. eben, etwas zu klein.

Ausserdem ist der Bildschirm etwas Dunkel und hat ein paar typische AMOLED Krankheiten, neben den typischen AMOLED Stärken. Zu den Stärken gehört die absolute Farbbrillianz: die Farben leuchten voller Kraft und Leben, die Kontrastwerte sind einfach nur bombastisch und das schwarz ist so schwarz wies nur geht.
Leider trift das nicht auf das Weiss zu, dass eher ins gelblich-beige abdriftet, und leider auch nicht auf die Helligkeit: ich hatte teilweise enorme mühe das Display bei hellem Sonnenlicht abzulesen: was umsomehr ins Gewicht viel, als bei einem bestimmen Einfallswinkel sich ein Art Iriseffekt eingestellt hat.. Das Display wurde bläulich schimmernd und es legte sich wie eine Art graue Star über den Display: wie gesagt - eine typische AMOLED Schwäche.

Genau so wie die Subpixel Anordnung (Pentile matrix): anders als bei der RGB Anordnung der Pixel bei der alle Pixel gleich gross und gleich Angeordnet sind, sind bei der Pentile matrix ncht alle Pixel gleich gross und es gibt weniger Subpixel: dadurch wirken vorallem runde Darstellungselemente etwas ausgefranst, trotz der Ansich sehr hohen Auflösung von 720x720 Pixel.

Wie gesagt: das q10 hätte grosse liebe sein können, bis auf das Display - und für Leute die ein Handy hauptsächlich zum telefonieren und kurz texten brauchen und die eher zum "kleinen Schwarzen" statt zum grossen Bomber tendieren, ist das q10 sicher ein perfekter Begleiter

Dieser Text wurde von mir auf Ciao.de erstveröffentlicht

Mittwoch, 18. März 2015

Crunchbang Linux, ein Erfahrungsbericht - und leider auch ein Nachruf


Crunchbang Linux wird leider nicht mehr weiterentwickelt, daher ist dieser Erfahrungsbericht, den ich auf Ciao.de erstveröffentlicht habe auch sowas wie ein wehmütiiger Nachruf

Es gibt zwei Arten von Linuxdistributionen
- die einfachen und schlanken, die versuchen auf allen Firlefanz zu verzichten, damit die Distribution auch auf ältester Hardware noch läuft und dazu alles weglassen, was nur immer geht
- die Eyecandy Distros, die mit grafischen Effekten, hochkomplexen Desktopenvironments und allem Schnickschnack anbieten
und es gibt Crunchbang Linux, schlicht auch einfach #! genannt

what the #!

Crunchbang geht einen eigenen Weg. Bei Crunchbang soll der Desktop vorallem eins: nicht nerfen, keine unnötigen Resourcen verschwenden und einfach Fenster darstellen damit sie funktionieren. Um das hinzubekommen verwendet Crunchbang kein vollständiges Desktopenvironment, sondern nur einen Fenstermanager, genauer gesagt Openbox. Dabei verzichtet aber #! nicht auf alle notwendigen Funktionen und bietet keine abgespeckte Linuxversion, sondern ist ein ausgewachsenes Debian GNU/Linux.
#! will also kein "Damn Small Linux" oder "Puppy Linux" sein, es verzichtet auch nicht auf hochkarätige, auch Ressourcenhungrige Anwendungen wie GIMP oder Firefox (wie bei allen Debian basierenden Distros heisst der hier Iceweasel) und es ist auch kein Linux das speziell für ältere Hardware konzipiert wurde. Trotzdem kann man damit auch wieder ältere Hardware flott machen, weil #! auf alles verzichtet, was eben nicht nötig ist: einen überladen Desktop

Desktop Environment vs Fenstermanager

Von einem Betriebsystem erwartet man eigentlich ein komplettes Desktop Environment, also einen kompletten Desktop mit Panel (Task- und Startleiste), einem Dock also Programstarter, tollen grafischen Effekten, einem Dateimanager und unzähligen kleinen Hilfspogrammen für die Einstellung und die Verwaltung des Computers (c.z. ein Paketmanagement für komprimierte Dateien, Netzwerkverwaltung, Tastatur-, Maus-, Sprach etc Einstellungen, einen Kalender usw etc pp.
Die meisten stellen das auch so zur Verfügung und pimpen das ganze noch durch schöne grafische Effekte und so hat man nach dem Auspacken, bzw installieren ein kompletter Desktop der einem das Arbeiten und einrichten sehr erleichtert
Und dann gibts die Fenstermanager, die auch eine Kernkomponente eines Desktops darstellen, aber eben nichts, bzw nicht viel anderes machen als eben: Fenster anzeigen. Da gibt (meist) kein Panel, keine grossen Grafischen Effekte, keine zusätzlichen Programme, manchmal nicht mal ein Menü zum Programme starten. Damit kann man doch nicht arbeiten oder?

der #! Desktop

nein, eigentlich nicht, ein Fenstermanager, mit dem man wirklich arbeiten will, muss etwas konfiguriert werden. Das ist normalerweise eine Relativ komplexe Aufgabe, da man die Programme und tools die man mit einem Fenstermanager will, konfigurieren muss. #! nimmt da erfreulicherweise etwas Arbeit ab und hat der Fensterverwalter schon etwas vorkonfiguriert, so das ein benutzbarer Desktop zustande kommt. Dieser besteht:- aus dem Openbox Fenstermanager
- dem Tint2 Panel
- dem Conky Systemmonitor
- einigen xfce applets zur Netzwerk, Lautstärke und Tastautrverwaltung
- dem Clipit Zwischenablagenverwalter
Openbox
Openbox ist, wie schon erwähnt, der Fensterverwalter. Openbox ist dabei vorallem auf Sparsamkeit ausgelegt, verzichtet dabei aber nicht, wenn das gewünscht ist, auf einfache grafische Effekte wie animiertes Vergrössern und Minimieren der Fenster, Transparenz oder Schattenwurf. Openbox kommt mit einem Startmenü daher, das man durch einen Rechtsklick auf dem Desktop aufrufen kann. Anders als bei vollständigen Desktops werden Menüeinträge da nicht automatisch hinzugefügt oder entfernt, wenn man ein Programm installiert oder deinstalliert, sondern muss dies selber machen.
Das hat zum Nachteil, dass man das Menü selber pflegen muss: das mag Anfangs etwas umständlich wirken, hat aber einen ungemeinen Vorteil: Bei Desktops nämlich, die Menüeinträge automatisch vornehmen, werden die Programme nicht immer da abgelegt, wo man sie sucht oder braucht, manchmal werden mehrere Einträge für ein Programm gemacht, so dass das Menü schnell unübersichtlich wird, man muss dann, um das anzupassen ein Konfigurationstool herunterladen und selber Hand anlegen, was mal schlecht und mal recht geht.
Das alles kann man sich sparen, wenn man die Menüeinträge direkt selber vornimmt, da ist alles da, wo man es will, und nur da.
Tint2
Tint2 ist ein kleines Panel, in dem die offenen Programme, sowie Uhr und die xfce Applets angezeigt werden, also eine Taskleiste. Tint2 ist, wie fast alles bei #! über eine Textdatei editierbar, so dass man Höhe, Farbe, Einträge, Position usw. Bequem seinen Bedürnissen anpassen kann.
Exkurs: das Anpassen per Text
Normalerweise ist man es gewöhnt, seine Einstellungen für das Aussehen und Verhalten von Programmen über kleine Grafischen Programme vorzunehmen, in denen man Schieberegler, Prozentangaben, Farbauswahl usw vornimmt. Bei #! wird das meiste über config Files im Textformat vorgenommen. Das mag zwar gerade Anfänger etwas abschrecken, da das alles zuerst wie Bahnhof wirkt: hat man sich jedoch einmal daran gewöhnt, hat man seine Einstellungen sehr schnell erledigt, ausserdem erkennt man dadurch mehr wie etwas funktioniert, was auch dazu führen kann, dass man andere config files beginnt seinen Bedürfnissen anzupassen - z.b. hat mit die Fensterumrandung meines ansonsten präferierten optischen Gewands meines Dekstops nicht gefallen, also hab ich das Kurzerhand meinen Wünschen angepasst.
Conky
Conky ist primär ein kleiner Systemmonitor, der unendlich Konfigurierbar ist. In der Auslieferung zeigt er ausserdem noch die vorporgrammierten Shortcuts an, was überaus nützlich ist,, wenn man ein Programm schnell starten möchte und es nicht erst im Menü finden will. Wie schon erwähnt, ist auch Conky über eine Textdatei konfigurierbar: und zwar bis in das hinterste Eck (Position, Grösse, Einträge die angezeigt werden sollen, Hintergrundfarbe, Hintergrundbild, Textfarbe, Aktualisierungsgeschwindigkeit, Position usw usw usw. )
die Applets und Clipit
Die xfce Applets und Clipt ist kleine Tools die im Systemabschnitt von Tint2 auftauchen. Diese sind nicht Grossartig konfigurierbar, bieten aber sehr schnellen Zugriff auf die Funktionen, ähnlich wie man das aus der Windowstaskleiste her kennt.

die mitgelieferten Programme

mit nur einem Desktop kann man nicht Arbeiten, man braucht auch noch einige Programme. Crunchbang wird standartmässig ausgeliefert mit
- Iceweasel (Firefox, heisst nur anders, ist ein Debianding)
- Thunar, dem Dateimanager aus dem xfce Desktop
- GIMP - dem wohl umfangreichsten Grafikprogram
- Geany - eine kleine Entwicklungsumgebung und Texteditor
- Abiword und Gnumeric - Textverarbeitung und Tabellenkalkulation aus dem GNOME Office Paket
- VLC Media Player - der Media Player er mit jedem Dateiformat klar kommt
- Synaptic - Debians grafische Paketverwaltung
- Terminator - ein Terminalemulator
- Catfisch - ein Dateisuchprogramm
- Transmission - ein Torrenttraker
- xchat - ein IRC Chat Client
- gparted - Ein Partitionierungsprogram aus dem Gnome Desktop Envoirment
- file roller - Archivverwalter aus dem Gnome Desktop Envoirment sowie die GNU- Posix- und unixoiden Standarttools wie man sie auf jedem Linux findet und die dafür sorgen, das das System überhaupt funktioniert

#! ? Its a Debian, you cant kill it

#! Linux basiert auf Debian und verwendet auch die Debian Quellen zum Updaten und um neue Programme zu installieren (über synaptics oder per apt/dpkg wenn man aus Textkonsole arbeiten möchte), und zwar genauer gesagt auf Debian 7. d.H. hier kommt nur jahre Lang geprüfte und getestete Software zum Einsatz, die, Debiantypisch zwar nicht auf dem neusten Stand ist, aber extrem stabil und unkaputbar. Im Gegensatz zu anderen Distributionen, die gerne auch mal etwas experimentieren, ist es bei Debian üblich, keine neuen Versionen einer Software auszliefern innerhalb derselben Versionsnummer; es werden nur Fehler behoben. Das macht Debian, und damit auch #! zu einem der stabilsten und unkaputbarsten Betriebsysteme überhaupt. Ausserdem hat man dadurch zugriff auf ca 32000 Programme, die alle gepflegt und geprüft sind von der Debian Community und das installieren, deinstallieren, neu installieren führt zu keinerlei Konflikten. Das ganze läuft und läuft und läuft einfach.
Ausserdem machts die Paketverwaltung von Debian sehr leicht, Programme zu installieren und zu deinstallieren, da das System automatisch Prüft, ob noch weitere Komponenten nötig sind, und läd diese automatisch nach.

mein #!

Nachdem ich mein vorhergehende System mal wieder zutodegespielt habe, wollte ich mal was neues, und bin bei #! gelandet und war sofort angefixt. Die Installation verlief Debiantypisch kinderleicht durch den grafischen Installer. Einzig, auch Debiantypisch waren keine Wlantreiber vorhanden, aber diese hab ich mir sowieso schon lange auf einem USB stick zwischengespeichert, von daher gabs da keine Schwierigkeiten. Wer #! auf einen Computer oder Laptop installieren will, und nur über Wlan Zugang zum Internet hat, sollte sich also vorher die Broadcom Wireless Treiber von der Debian Homepage herunterladen. Ethernet und der gesammte Rest der Hardware wurde einwandfrei erkannt.
Anders als Debian, und das ist wohl geschuldet daran, dass #! früher auf Ubuntu aufsetzte, werden die unfreien Treiber für Audio, Video usw schon automatisch Installiert, d.h. man muss nach der Installation nicht nachfrickeln, wenn man etwas Musik hören will.
Ebenfalls Ubuntu like ist, dass kein Rootkonto eingerichtet wird und man üblicherwiese über sudo auf die Adminfunktionen zurückgreifft. Richtet man sich nur einen Computer für einen User ein, ist sudo eh der einfachere Weg, sein System zu verwalten, wer mehrere User einrichten will, kann sich das Rootkonto nach der Installation freidschalten.Das Arbeiten mit Openbox hab ich mir sehr schnell angewöhnt - es macht richtig Spass, das Aussehen und das Verhalten des Fensterverwalters bis ins kleinste Detail selber zu manipulieren, so dass alles genau so aussieht und funktioniert wie man es will. Auch bin ich von der Performance extrem begeistert: das frisch gestartet System braucht gerade mal 160 MB Ram und belastet den Prozessor nur mit 1% - das ist, für ein komplettes Debian System einfach nur der Hammer.
Natürlich hab ich mir dann auch die Programme installiert die ich wollte, und das ungewollte entfernt, was, wie schon erwähnt, Debian typisch ein Kinderspiel ist. Da Debian 8 (testing) inzwischen eingefrohren wurde (der zustand, bei dem an den Dateiversionen nichts mehr verändert wird und nur noch Fehler korrigiert werden) hab ich dann das System auf Debian 8 geupdatet, was erstaunlich einfach ging, blos die Audiotreiber hats zerschossen, was aber nach etwas Googlen schnell gelöst war.Nach etwas Rumhacken am Aussehen und der Funktion hab ich nun ein System auf meiner Kiste, das mich schlicht begeistert durch die Performance, das Understatement in der Funktion, dem Simplen und doch praktibalen Äusseren und der unendichen Hackbarkeit des Systems. Und bei jeder Frage die ich bisher hatte, fand ich im Crunchbang Forum schnell die passende Lösung (leider nur auf Englisch, die deutssprachige Crunchbang Community scheint in einem Dornröschenschlaf zu sein

dein #! ?

für wen nun ist Crunchbang zu empfehlen? Sicher nicht für Menschen, die die ersten Schritte in einem Linux System machen, dazu ist hantieren mit config files ein Böhmisches Dorf, diese sind mit Ubuntu oder Linux Mint sicher besser bedient. Wer aber schon Erfahrungen mit Linux gesammelt hat, keine Angst davor hat, selber Hand anzulegen und auch gerne etwas rumbastelt, und trotzdem ein grundsolides, nahezu unkaputbares und dabei noch schnelles und einfach nur cooles System haben will, der sollte sich #! mal anschauen, es könnte sein, dass er sich in dieses System verliebt.

Aktuelle Computer auf Amazon

Blackberry Passport, Erfahrungsbericht

So, nach nunmehr 3 Monaten intensivem Passport nutzen, ist's mal an der Zeit, den Erfahrungsbericht massiv upzudaten und etwas detallierter die Pros und Kons dieses massiven "Totschlägers" auseinanderzudröseln.


zuerst die harten Fakten


der Hersteller:
Das Blackberry Passport stammt, wie der Name schon sagt, vom kanadischen Smartphonepionier Blackberry, ehemals bekannt als Research in Motion (RIM), den man im Zuge der iPhone und Android Revolution schon des öfteren abgeschrieben hat. RIM hat als eine der ersten Firmen das mobile Emailen eingeführt und ist aufgrund des Sicherheitsaspektes und der Möglichkeit, Geräte über den Blackberry Enterprise Server zentral zu verwalten vorallem im Buissnesbereich bekannt und beliebt und ist auch der einzige Smartphonehersteller, dessen Sicherheitszertifikate ausreichend für den Innendienst bei den meisten Staatsdiensten ist (Stichwort: Merkelphone). RIM ist ebenso bekannt dafür, dass sie exzelente Tastaturen verbauen und dass Ihre Smartphones akkulauftechnisch zu den Langstreckenläufern gehört. In den letzten Jahren ist Blackberry immer Nahe am Bankrott gewesen und sehr viele haben Blackberry schon abgeschrieben, jedoch hat sich seit der neue CEO John Chen das Ruder übernommen hat einiges getan und Blackberry versucht einen Neuanfang, der auch den Aktionären wieder etwas zu gefallen scheint. Der Blackberry Passport war Chens grosses Einstieg, denn das Gerät verursacht vorallem eins: Aufmerksamkeit. Ob das reicht um die Firma zu retten wird die Zukunft zeigen.

Das Gerät in Zahlen:
Die Ausmasse des Passport sind 128 x 90.3 x 9.3 mm und wiegt dabei massive 196 g.
Der Quadratische 4,5 Zoll Bildschirm hat eine Auflösung von 1440 x 1440 Pixel und ist ein LCD IPS Panel und wird vom kratz- und bruchresistenten Gorilla Glas 3 geschützt.
Im Herzen des Passports werkelt ein Qualcom Snapdragon 801 Prozessor, dessen 4 Kerne auf 2,26 Ghz getaktet sind. Die Grafik wird von einer Krait 400 GPU berechnet.
Der Arbeitsspeicher beträgt 3 Gb, der interne Speicher ist 32 Gb gross und kann mit einer Micro SD mit maximaler Grösse von 128 GB erweitert werden.
Die Rückkamera hat eine Auflösung von 13 Megapixeln mit optischem Bildstabilisator und kann 1080p Videos aufnehmen, dazu gibts ein LED Blitz. Die Frontkamera hat 2 Megapixel, mit ihr sind 720p Videos möglich. Mit der Umwelt nimmt der Passport mit GSM, HDSPA+ und LTE Kontakt auf, wobei alle GSM, HDSPA+ und LTE Bänder unterstützt werden. Ausserdem verfügt der Passport über Wlan 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 sowie NFC und GPS Der Passport benötigt eine Nano-Sim
Die Batterie hat eine Kapazität von 3450 mAh und ist leider nicht entfernbar. Ausserdem verfügt der Passport über einen USB 3.0 Anschluss, der auch als Micro-HDMI genutzt werden kann (mit entsprechendem Adapter) sowie über einen 3,5 mm Klinkenanschluss für Kopfhörer und Headsets sowie zwei Stereolautsprecher und die Blackberrytypische Notification LED.

Das Alleinstellungsmerkmal:
wie schon erwähnt ist Blackberry bekannt für seine akkuraten Hardwaretastaturen. Diese stellen heute eine fast schon vergessene Spezies im Smartphonebreich dar, seit 2007 Steve Jobs in seiner legendären iPhone Präsentation die Tastatur auf einem Smartphone zum Übel an sich erklärt hat. Nichts desto Trotz gibts viele Menschen, darunter auch ich selber, die nicht auf eine echte Tastatur verzichten möchten, da damit das Vielschreiben einfach leichter von den Fingern geht. Blackberry hat beim Passport die Tastatur überdacht und sie extrem minimiert: so besteht sie aus drei Reihen und beinhaltet blos eine QWERTZ Belegung, ohne doppelbelegung für Zahlen oder Sonderzeichen. Diese werden auf dem Bildschirm angezeigt, auch über ein Scroll up Menü und dann wahlweise auf dem Bildschirm ausgwählt oder mit den dazu assoziierten Buchstaben auf der Tastatur selber. Durch diesen Minimalismus und die Grösse des Gerätes sind die Tasten sehr gross geraten, so das man sie bequem trifft, auch mit etwas speckigeren Fingern. Dies macht es, mit etwas Übung möglich, fast Blind zu schreiben, was ein enormer Vorteil gegenüber jeder Bildschirmtastatur ist.
Revolutionär ist die in die Tastatur integrierte Touchpad Funktion. So kann man durch das Wischen auf der Tastatur durch Websiten Scrollen, durch Texte navigieren oder Wortvorschläge in den Text "schnippen". Dabei funktioniert das schnippen von Textvorschlägen sowie das scrollen Phänomenal, wohingegen das Navigieren in Texten genau so frickelig ist, wie mit Softwaretastaturen: hier besteht Verbesserungspotential.
Die Verarbeitung:
Der Passport ist ein Bomber, wie schon Eingangs erwähnt ein "Totschläger" Dabei ist der Passport im Vergleich nicht viel höher als ein Iphone, jedoch fast doppelt so breit: eine Einhandbedienung ist absolut unmöglich. Wenn man sich wundert, woher der Passport seinen Namen hat: Einfach mal einen Reisepass hervor nehmen und die Grösse vergleichen: diese ist nämlich, bis auf die Tiefe identisch. Mit einem Gewicht von knapp 200 Gramm ist der Passport auch kein Leichtgewicht: jedoch liegt der Passport gut in der Hand, er wirkt solide und ist auch solide Verarbeitet: das Gewicht kommt vom Edelstahlrahmen, der das Gerät zusammenhält. Ansonsten ist der Passport in Kunststoff gebaut, auf der Rückseite gummiert, was ihm etwas Grip verleiht, ihn aber auch zu einem Fingerabdruckmagneten macht. Dies stört auf dem Gerät aber weniger, da das Gerät in seiner gesamten Designsprache sagt: ich bin ein Arbeitstier und kein Modegadget. Gucken wir, ob er das auch in der Software beweist:

und nun die weichen Fakten:


Das Betriebsystem:
Der Blackberry Passport läuft mit Blackberry OS 10 in seiner 3 Inkarnation, also Blackberry 10.3. Hierbei handelt es sich um eine Eigenentwicklung die auf dem QNX Microkernel läuft, der vorallem für seine Sicherheit, Stabilität und Echtzeitfähigkeiten bekannt ist, weswegen er auch gerne bei der NASA und in der Autoindustrie für Sicherheitsrelevante Anwendungen verwendet wird. Der Kernel gilt als Unhackbar. d.h. im Gegensatz zu Android oder iOS wirds wfür Blackberry eher kein Jailbreak oder Root geben. Bastler und Custumizer werden daher hier weniger Glücklich werden. Jedoch gibt dies ein gutes Gefühl für alle, die Wert auf Stabilität und Sicherheit legen. Nach dem Blackberry typischen eher gemächlichen Bootvorgang landet man auf dem Homescreen, den man wahlweise: - durch wischen von unten nach oben
- durch das aufheben des Gerätes
- durch das Doppelklicken auf eine Nachricht
entsperren kann. Einmal entsperrt landet man, wenn man Apps offen hat, auf dem Multitaskmenü, in dem alle offenen Apps als kleine Kacheln angezeigt werden, je nach dem, wie gut die App programmiert ist auch mit angepassten Liveinhalten. Hierin unterscheidet sich der Passport fundamental von allen anderen Betriebsystemen für Smartphones (Abgesehen vom leider ausgestorbenen WebOS), in dem es den Taskmanager in Mitten des Betriebsystems setzt und nicht über Umwege darauf zurückgegriffen werden muss. Das macht das Wechseln von Anwenungen extrem leicht und ist sehr nützlich wenn man z.b. Text von einer Website in eine Email kopieren will, oder z.b. Daten von einer Excel Tabelle in einen Kalender übertragen will.
Wischt man von da nach rechts kommen die Homescreens die extrem an iPhones erinnern, also nichts anderes sind als eine Auflistung aller Apps, die man auf dem Gerät hat. Widgets sucht man vergebens, d.h. Individualisten und Homescreen Themer werden hier nicht glücklich werden: die einzige Möglichkeit den Homescreen dem eigenen Geschmack anzupassen ist: die Wahl des Hintergrundbildes. Zieht man die Navigationsleiste nach unten kommen Einstellungsschortcuts zum Vorschein, die man anpassen kann, z.b. Benachrichtigungstöne, Wlan Einstellung, GPS, Bluetooth, Flugzeugmodus, der Wecker usw. Nachrichten werden, anders als bei iOS und Android nicht in der Notificationleiste angezeigt, sondern im Blackberryhub, aber dazu später.
Ungewohnt, wenn man von einem anderen Betriebsystem kommt ist beim Blackberry OS 10.3 der Verzicht auf jegliche Hardware oder Touchsensitiven Tasten (abgesehen von der QWERTZ Tastatur natürlich): das Betriebsystem wird nur über Gesten gesteuert. Die fundamentalen Gesten sind: Wisch von oben nach unten um in die Einstellungen einer App zu kommen, Wisch von unten nach oben um eine App zu verlassen. Anfangs ist das Gewöhnungssache, hat man das jedoch einmal im Blut, fällts einem enorm schwer, auf andere Betriebsysteme umzusatteln, da man sich sehr an diese Gesten gewöhnt hat und man auch intuitiv in anderen Betriebsystemen eine App mit Swipe up beenden will (was dann doch etwas frustrierender ist xD). Das Einstellungsmenü ist teilweise etwas verwirrend vom Aufbau her, jedoch kann man die Menüeinträge nach eigenem Gutdünken anordnen, so dass man dann doch etwas Ordnung in die Sache bringen kann, was ein kleines, aber doch sehr Nützliches Goodie ist.
Farblich dominieren beim OS Blau und Grautöne, was teilweise etwas Altbacken wirkt, jedoch zu einem Blackberry passt, das ja ein Arbeitsgerät sein will und daher nicht so verspielt wie iOS oder Android daher kommt. Durch die massive Hardwarepower lagt das System grundsätzlich nirgends und aufgrund des Sicherheitsaspektes hab ich bisher auch noch nie Abstürze feststellen müssen: Das OS ist grundsolide und man kann damit arbeiten.

Die Anwendungen:
Die herausragendste Anwendung unter Blackberry OS 10.3 ist der Blackberry Hub. Blackberry war immer schon bekannt dafür, eine Kommunikationszentrale zu sein und mit dem Hub wird Blackberry dem Anspruch gerecht. Egal ob Email, SMS, Twitter, verpasste Anrufe, Kalendereinträge, Systemnachrichten, Facebook: alles wird im Hub zentral und Chronologisch aufgelistet und man kann direkt aus dem Hub heraus Antworten oder, bei Systemereignissen, darauf reagieren. So kann man Emails schreiben ohne je eine Email App zu öffnen, Twitternachrichten lesen und Schreiben, ohne Twitter öffnen zu müssen usw. Das macht es, wenn man viel und über viele Kanäle mit anderen Leuten kommuniziert, sehr praktisch und produktiv, da man nicht zwischen verschiedenen Apps hin und her switchen muss. So kommt es z.b. vor dass ich mit meiner Freundin ein Gespräch per SMS beginn, dazu links per Twitter schick und wir am Schluss über Blackberry Messanger kommunizieren, und das ohne, dass der Unterschied gross auffällt, weil alles: genau am selben Ort ist. Für Emails kann man so viele Konten anlegen wie man will und diese per Imap, Pop3 oder Microsoft Exchange mit dem Gerät synchronisieren. Ebenfalls kann man unendlich viele Kalender synchen, wobei hier über das ical, calDAV oder auch mit Exchange synchronisiert werden kann.
Und damit währen wir bei der zweiten wichtigen App: dem Kalender. Wie schon gesagt, man kann unendlich viele Kalender synchen. Kalendereinträge können dann entweder privat oder öffentlich gemacht werden und man kann Personen, Gruppen, Notizen, Erinnerungen etc mit einem Kalendereintrag verbinden, per Meetingfunktion für einen Kalendereintrag auch die Benachrichtigungen des Handys ausschalten und Folgemeetings mit einem einzigen klick eingeben. Praktisch ist vorallem die Steuerung über die Tastatur zwischen den einzelnen Ansichten (T für Tag, M für Monat, W für Woche und A für Agenda). Leider ist der Kalender an sich etwas unübersichtlich gestaltet worden, so dass die Einträge vorallem in der Monatsansicht kaum herausstechen. Eine weitere herausragende App ist der Blackberry Messanger, dieser ist Twitter, Whatsapp und Newsfeed in einem. Man kann Gruppengespräche führen, Einzelgespräche sowie Kanäle (Microblogging) abonnieren und selber einen Kanal unterhalten. Was BBM so aussergewöhnlich macht, ist seine enorme Geschwindigkeit: selbst bei schlechtem Empfang wo das senden über Twitter und andere Webdienste zur Glückssache wird, ist das Kommunizieren mit BBM weiter ohne Einschränkungen und Ruckzuck möglich. Da es den BBM auch für Android und iOS gibt, wäre dies eine gute Alternative zu den besagten Kurznachrichtendiensten, leider ist er noch nicht so verbreitet.
Sehr gut implementiert ist auch Docs to Go, für das Bearbeiten von Word und Excel Dateien. Und hier zeigt der quadratische Bildschirm seine wahre Grösse. Normalerweise ist es ein Krampf, unterwegs auf mobilen Geräten Word oder Excel Dateien zu bearbeiten, aber dank dem Grossen Bildschirm und der fest verbauten Tastatur wird das zu einer viel angenehmeren Tätiigkeit, wobei das natürlich immer noch kein Vergleich zu einem Computer mit grosser Tastatur ist, aber immerhin: kein Fluch mehr wie auf anderen Geräten. Auch erwähnenswert ist der Blackberry Asistent, der etwas an Siri, Cortana oder Google Now erinnert. Wenns um Geschwindigkeit geht, ist der Asistent den genannten jedoch gnadenlos unterlegen, es dauert ewig bis eine Spracheingabe endlich mal zu einem Resultat führt. Anders jedoch als Siri und Google Now ist die Spracherkennung absolut ausgezeichnet und das Resultat meistens brauchbar. Einzig Cortana hat aktuell eine bessere Spracherkennung. Wenns um Websuche geht, hat der Asistent jedoch gegen Googles Webübermacht keine Chance.
Sobald man aber die Sprachsteuerung abschaltet und die Tastatur zum Suchen verwendet, wir der Asistent kongenial. Zum einen durchsucht er nicht nur das Handy nach jedem nur erdenklichen Inhalt (was man von einer Suchfunktion auch erwarten kann), er wird auch extrem schnell gestartet (einfach auf dem Homescreen zu tippen beginnen, die app startet dann automatisch) und man kann direkte Aktionen ausführen. Beispiel: ich tippe: tw das ist ein tweet, drück dann Enter, dann wird das direkt getweetet, gleiches funktioniert mit emails (c für create) und zig andere apps, wobei man sich hier die schortcuts natürlich merken muss. Eher mittelmässig ist die Kameraapp geworden. Zwar schiesst das Blackberry akzeptable Fotos in einer extrem guten Farbtreue, jedoch ist der Fokus oft sehr träge und die Kamerapp glänzt durch die Abwesenheit von Funktionen. Man kann den Blitz auswählen, das Bildformat, HDR und den Timer und das wars dann auch schon. Professionelle Fotos sind damit kaum möglich
Ebenfalls mittelmässig ist die Karten und Navigationsapp: diese braucht sehr lange bis sie die Position gefunden hat, Suchanfragen muss man sehr genau eingegeben, sonst findet die Apps nicht, was man will (hier werkelt Bing im Hintergrund und nicht Google Maps) - auserdem ist die Navigation auf Autonavigation beschränkt, so das man als Fussgänger oder mit dem Öffentlichen Verkehr eher weniger den besten Weg findet. Allerdings: hat die Karte mal die Position und die Route berechnet ist die Navigation sehr akurat und hat mich bisher immer ans Ziel geführt.
Die Appladerampe:
Ein Betriebsystem steht und fällt mit den Anwendungen, und da hat die Blackberry World ein grosses Manko, nämlich die Abwesenheit vieler wichtiger Apps. Das hat sich zwar in der letzten Zeit etwas gebessert, aber im Vergleich zu Android oder iOS ist das eher mager. Blackberry ist sich dessen bewusst und hat daher einen stratgischen Deal mit Amazon geschlossen. Da das Blackberry OS auch Android Apps ausführen kann ist im Blackberry OS 10.3 die Amazon Appworld fix installiert, so dass man ziemlich viele Android Apps einfach installieren kann, ohne, so wie früher bei Blackberry, Umwege übers Sideloading zu gehen. Android Apps laufen erstaunlich gut auf dem Blackberry, auch wenn sie nicht für den quadratischen Screen optimiert sind. Dadurch hat man Zugriff auf die meisten aktuellen Apps und kann so mit seinem Passport fast alles tun, was man mit einem Androiden auch kann.

Der Klang:
Die Audiowiedergabe durch die beiden Stereolautsprecher ist akurat, wenns gewünscht ist sehr laut und hat auch einiges an Bass. Jedoch kann der Passport natürlich nicht mit dem Boomsound von HTC mithalten, aber für ein Smartphone ist das immer noch hohe Qualität. Zudem sind die Lautsprecher nicht auf der Rückseite, sondern unten angebracht, so dass man auch was hört, wenn das Handy auf dem Tisch liegt. Exzelent ist die Sprachqualität beim Telefonieren. Einige haben über schwankende Lautstärke während eines Gesprächs berichtet, ich konnte dies jedoch bisher nicht reproduzieren, bei mir konnte ich den Gesprächspartner und dieser mich immer gut verstehen.
der Akku:
Aber hallo, ich hatte schlicht noch nie einen Akku in einem Handy, der so ausdauernd ist. Ich bemitleide inzwischen die iPhone, HTC und sogar die Samsung User, da die immer nach Lademöglichkeiten suchen. Ich bin ein Heavy User, dh. mindestens alle 5 Minuten mach ich was auf dem Handy (Twitter, BBM, Newsfeed). Bisher hatten alle Handys die ich hatte bei diesem Gebrauch nach spätestens 10 Stunden schlapp gemacht. Der Passport hällt dies aber mindestens 24 Stunden durch und das ist, schlicht: extrem eindrücklich

Fazit:


Der Passport ist ein sehr eindrückliches Smartphone, das vorallem durch seine Eigenständigkeit auffällt. Die Tastatur ist genial, ebenso der Hub. Das arbeiten damit mach riesig Spass, auch wenn eine Einhandbedienung unmöglich ist. Vieles ist hier extrem clever gelöst und ich war noch nie mit einem Smartphone so zufrieden wie mit dem Passport. Danke fürs Lesen :)

dieser Bericht wurde von mir auf Ciao.de erstveröffentlicht