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Mittwoch, 25. März 2015

über den Tellerrand geblickt: Cyanogenmod will Google eine Kugel in den Kopf jagen (Android)

Cyanogenmod, dass ist, oder war zumindest, diese symaptische Customfirmware, die geschaffen wurde, um Geräte, die nicht mehr mit offiziellen Updates vom Hersteller oder von Google versorgt wurden, weiter aktuell zu halten. Entstanden ist Cyanogenmod vom XDA Developer Cyanogen und er hat damit dafür gesorgt, dass ein eigenes HTC Dream (auch als T-mobil g1), das allererste kommerziell erhätliche Androidhandy auch noch mit Android 2.0 betrieben werden kann (ganz abgesehen davon, dass Cyanogen auch noch Multiitouch aktiviert hat).
Cyanogenmod wurde dann auf immer mehr Geräte portiert und mit immer mehr Funktionen angereichert (bis Android 2.3 mit Praktischen Lockscreengesten, die nun aktuell z.b. der Z Launcher von Nokia wieder einführt) und vorallem einer sehr ausgefeilten Theme Engin, mit der sich Cyanogenmod extrem anpassen lässt.

Seit 2013 ist das Hobbyprojekt, das von fast allen unabhängigen XDA Developers getragen wurde und wird zu einer Firma angewachsen und hat inzwischen mit in Zusammenarbeit mit dem Hersteller OPPO und der Firma One Plus auch schon zwei offizielle Cyanogenmod Smartphones gelauncht, ein weiteres wird von der Firma Micromax kommen. Auch der hierzulande etwas bekanntere Hersteller Alcatel wird ein Cyanogenmod Smartphone launchen

Nun will der Amerikanische Smartphonehersteller Blue, dessen Smartphones doch schon einigen Achtungserfolg verzeichnen können und an der CES durch interessante Geräte im Low und Midrangebereich positiv aufgefallen ist, ein Cyanogenmod Smartphone gänzlich ohne Googledienste veröffentlichen. Cyanogenmod wird zwar standartmässig ohne Googledienste ausgeliefert, nichts desto trotz beinhaltet Cyanogenmod einige Googlecodes, so ist die Suche immer die Googlesuche, der Browser loggt sich automatisch auf Google ein und der Kalender ist, zumindest bis Android 4.4 nicht Ohne Googlekonto verwendbar. Das will Blue in Zusammenarbeit mit Cyanogenmod ändern.

Der CEO von Blue, Samuel Ohev-Zion denkt darüber nach, Opera als Standartbrowser einzusetzen, Microsofts Cortana als Suchasistent, sowie Onedrive als Cloudanbieter und Spotify als Musikdienst. Ohev-Zion meint dazu: "Wenn diese oder andere Apps tief in das System integriert werden, funktionieren sie meistens besser als die Google-Apps" (Zitat laut Heise.de)

Der CEO von Cyanogenmod, Kirt McMaster, will unterdessen Cyanogenmod als ernstzunehmende Alternative zu Googles Android und iOS platzieren und hat dazu, neben den schon genannten Herstellern auch vom SOC Hersteller, aber auch von Twitter und dem Medienmogul Rupperd Murdoch ingesammt 80 Millionen US Doller als Finanzierung bekommen und gibt sich im Interview mit Forbes angriffslustig: "We’re putting a bullet through Google’s head."

und meine Meinung?:

Cyanogenmod ist sicher die erfolgreichste und rein technisch gesehen die mächstigste Alternative zum Google eigenen Android, seine Kraft liegt aber vorallem darin, dass Cyanogenmod wo es nur geht auf Open Source setzt und die geballte Kraft der Freien Entwickler, die sich im XDA Forum treffen hinter sich hat. Diese Kraft könnte verlohren gehn, wenn Cyanogenmod, wie Googles Android vermehrt auf proprietäre Dienste setzt und diese tief im System verankern will. Schlussendlich ist es ja unerheblich, ob der Sprachasistent nun die Daten nach Mounten View California oder nach Redmont, Washington sendet.
Natürlich ist es toll, dass Hersteller vermehrt auf Cyanogenmod setzen, und so Androidgeräte fernab von den Googlekontrollen veröffentlichen können, was zu sicher sehr viel spannenden Anpassungen führt, jedoch finde ich, sollte Cyanogenmod möglichst frei von solchen Anpassungen bleiben, da die Freiheit von Cyanogenmod, sowohl hinsichtlich des Codes und der Verwendung durch die User an sich, als auch in Hinsicht als Firma arg gefährten könnte. Es währe schade, wenn Cyanogenmod sich allzusehr vom Community Background entfernt.
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