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Donnerstag, 19. März 2015

das Playbook - lohnt sich das noch?

Das, oder der Playbook hatte ja einen eher unrühmlichen Start, keiner wusste so genau, was mit diesem Gerätchen anzufangen ist. Und dann war da noch das uneingelöste Versprechen von RIM, dass das Playbook mit OS 10 versorgt wird, was dann leider niemals geschah.

Nun hat diese Tablet Exkursion von Blackberry ja schon fast 4 Jahre auf dem Buckel, im sehr schnellebigen Mobilgerätesektor sind das 8 Ewigkeiten. So gesehen gibt es doch sicher keinen Grund, sich heute noch ein Playbook zuzulegen, oder gar eins zu benützen.. oder doch?

Nun, meine Meinung über Tablets posaune ich ja überall raus, wos mir grad gefällt: ich halte das für eine eher Zukunftslose Gerätekategorie. Sie wurden einst als Laptopersatz angepriesen, aber dafür können sie alle viel zu wenig (den Tablet/Laptop Hybriden Surface von Mircosoft lass ich mal aussenvor). Die Betriebsysteme der Tabletcomputer sind, als vollwertiger Laptopersatz einfach zu eingeschränkt in Ihren Fähigkeiten. Klar, die iOSes, Androiden, Blackberry OSes und wie sie alle heissen sind super geeignet für mobile Geräte, ausgelegt auf geringen Verbrauch, einfaches Handling, kleine Bildschirme, Toucheingabe, die Unmöglichkeit das OS zu schrotten - Aber einen Laptop ersetzen? niemals, dazu fehlt die Möglichkeit ins Betriebsystem selber einzugreiffen, fehlt die Möglichkeit, Anwendungen direkt und Hardwarenah zu installieren wie das mit einem Windows, Linux, BSD oder OS X möglich ist. Es fehlt (meistens) die Möglichkeit mehrere User anzulegen und diese sauber zu Administrieren - sowieso ist das Administrieren kaum möglich, insofern ist ein Laptopersatz eher was anderes. Und da sprechen wir noch nicht von einer fehlenden Tastatur und der Möglichkeit, weitere Peripheriegeräte anzuschliessen.

Ergo verkommen Tabletz zu Medienkonusmationsgeräten, und da kämpfen sie sehr stark gegen die Smartphones an. Klar, als die ersten Tablets im "ipad" Stil auf den Markt kamen, waren die Smartphones im Vergleich zu heute noch winzig klein, so das ein grösserer Screen durchaus Sinn machte. Aber in zwischen wurden die Smartphones immer grösser (während die meisten verkauften Tablets immer kleiner wurden und sich im 7 - 8 Zoll segment angesiedelt haben). Zudem bekamen Smartphones immer potentere Hardware und sind den Tablets technisch meist haushoch überlegen.
Insofern ist die logische Konsequenz, dass der Tabletmarkt stagniert, teilweise sogar rückläufig ist, da die Anwender eben nicht jedes Jahr ein neues Tablet kaufen, da ihnen inzwischen aufgefallen ist, dass diese Geräte eh meistens nur Rumliegen.

Spannen wir den Bogen also zurück zum Playbook, ein 4 Jahre altes Tablet, dessen Specs sich heutzutage eher zurückgeblieben anhören - wobei es durchaus aktuelle Einsteigertablets gibt, die diegleiche Leistung beinhalten. Also warum sollte man sich ein Playbook zulegen?
Nun, man sollte es nicht, wenn man immer noch der Illusion anhängt, dass mit einem Tablet ein produktives Arbeiten möglich ist, denn darin macht das Playbook seinem Namen alle Ehre: es ist ein Spielzeug, was für eine Firma wie Rim eher unpassend ist.
Will man aber genau das: ein Spielzeug, ein Medienkonsumationsgerät, möglicherweise ein Ebookreaderersatz, ein Unterhaltungsgerätchen für längere Zug und Flugreisen, dann, ja dann kann dieser Urahn doch noch überzeugen.

Klar gibt es, wie schon angesprochen, aktuellere Geräte, die mit ähnlichens Specs aufwarten, und die einem auch recht Günstig angepriesen werden, warum sollte man also zu einem Grossvatergerät greifen? Nun, der Playbook war kein Billiggerät, damals, vor Urzeiten, im Gegenteil.. aber wies der Preiszerfall so will, sind die neuanschaffungskosten inzwischen auf einem Niveau angelangt, wo man nicht mehr 2 bis 3 mal nachdenken muss: zwischen 60 und 120 Euro, je nach Ausstattung und ob es sich um ein Neu oder ein Gerbrauchtgerät handelt. Und dafür kriegt man einiges, was die aktuellen Billigheimser nicht bieten:

- eine unglaublich solide Verarbeitungsqualität, wie es sich für ein Blackberry gehört
- sehr gut klingende Stereolautsprecher
- brillliante Farbwiedergabe
- ein Browser der Adobe Flash unterstützt und so das Streamen von Filmen und Serien zu einem Kinderspiel machen
- ein ziemlich einzigartiges, schnell zu lernendes OS, das nichts von seinem Reiz verlohren hat
- und doch einige recht unterhaltsame Spieletitel in der Blackberry World
- mitunter die beste Akkulaufzeit, die man sich auf einem Tablet wünschen kann

Natürlich gibts auch Minuspunkte, die da vorallem währen das sehr langsame Laden von Apps (aber wenn die Apps mal gestartet sind, laufen sie wie geschmiert) und die mehr oder weniger unbrauchbare Kammera (aber wer macht schon Fotos mit Tablets? eben)

Nichts desto trotz, man kriegt inzwischen extrem viel Tablet für sein Geld, wenn man ein Playbook möchte: man darf eben nur niemals vergessen, dass es ein Tablet ist, eine Geräteklasse die hauptsächlich, um nicht zu sagen nur dem Medienkonsum und dem Spielen dient. Wer ein Gerät zum mobilen Arbeiten sucht, der sollte sich lieber ein Netbook oder ein Windows Tablet/Hybrid zulegen, auch die werden einem inzwischen für ganz wenig Geld nachgeschmissen.

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